Dax-Ausblick 30.06.2014 - Die Börse schaut lieber Fussball
Rückblick:
Unsere abwartende Haltung hat sich weiterhin als richtig erwiesen. Theoretisch könnte der bisherige Korrekturabschnitt zwar als in EW-Sprache W-X-Y fertig gezählt werden, jedoch hinterlassen die seit dem Tiefpunkt vom 26.06. bei 9756,5 FDax-Punkten sich anschliessenden Strukturen keinen überzeugenden Kaufdruck erkennen.
Ausblick:
Leider müssen wir weiterhin von seitwärts bis abwärts gerichteten Kursen ausgehen, die in ihren Unterwellen durchaus diametral entgegengesetzte Verläufe einnehmen können. Ein Erfolg versprechendes Trading-Setup liegt also noch nicht vor.
Impulse könnten in dieser in den USA verkürzten Handelswoche - Feiertag: Independance Day am Freitag, den 4. Juli - am Donnerstag enststehen. Dort wird der Arbeitsmarktbericht für Juni vorgestellt. Ebenfalls am Donnerstag gibt's den EZB-Zinsentscheid.
In den kommenden Trading-News werden wir uns auf die Suche nach besser handelbaren Basiswerten begeben bzw. exemplarische Trading-Setups und Strategien vorstellen.
Konsolidierung setzt sich fort -
Vorsichtige Haltung bestätigt
Rückblick
Die im gestrigen Beitrag skizizierte abwartende Haltung gegenüber Neupositionierungen hat sich als richtig erwiesen. Insbesondere der Dow Jones musste am gestrigen Abend mit einem Abschlag von ca. 160 Punkten zum Tageshoch doch in sehr deutlicher Form den Rückzug antreten.
Ausblick
Der gestrige Handelstag könnte eine längerfristige Konsolidierung eingeleitet haben. Allerdings ist nach wie vor eine Fortsetzung des - in charttechnischer Sprache - sich ausbildenden bärischen Keils denkbar. Für unseren kurzfristigen Elliott-Wellen-Count heisst dies, daß wir zunächst die impulsive Variante mit sofort weiter steigenden Kursen ausschliessen können. Welche der 16 in der EW-Theorie herausgearbeiteten Korrekturformen sich ausbilden wird, werden uns die kommenden Strukturen verraten.
Konsolidierung auf hohem Niveau
Nach "Fed-Stimmungsspritze" scheint Atempause angesagt
Rückblick:
Die Aussagen von US-Notenbankchefin Janet Yellen - die Aktienmärkte seien im historischen Vergleich nicht überteuert, eine Zinswende sei frühestens Mitte 2015 zu erwarten - beendeten trotz Sending der Wachstumsprognose die kurzzeitige Konsolidierung im Dow Jones und bescherten dem "ehrwürdigen" Aktienbarometer ein neues - wenn auch nur wenige Punkte höheres - Allzeithoch.
Im Dax beförderten das "US-Notenbank-Event" sowie der sog. "Hexensabbat" am vergangenen Freitag den Index gleichfalls auf ein neues ATH, welches jedoch zur gestrigen Handelseröffnung deutlich abverkauft wurde.
Ausblick:
Der gestrige Handelsverlauf entlarvte den Anstieg der Vorwoche aus wellentechnischer Sicht als überschiessendes Korrekturelement - einer sog. üb/x -wie beigefügtes Chartbild verdeutlichen soll. Ob die derzeitige Konsolidierung bereits abgeschlossen ist oder sich preislich oder zeitlich weiter ausdehnt, kann im Moment mit der für einen kurzfristigen Einstieg erforderlichen Prognosesicherheit nicht gesagt werden.
Schwindelanfall oder Rolle rückwärts?
Dax nimmt vorerst Abschied von 10.000 Punkten
Rückblick:
Nach dem Erreichen der psychologisch wichtigen 10.000er Marke kam es in der vergangenen Handelswoche zu den von vielen Marktteilnehmern erwarteten Gewinnmitnahmen.
In Sichtweite der alten Ausbruchsmarke bei dem im Januar ausgebildeten Hochpunkt bei 9819 Punkten konterten die Bullen mit einem deutlichen 80-Punkte-Reversal.
Ausblick:
Ob mit der deutlichen Gegenreaktion die laufende Korrektur bereits abgeschlossen ist oder sich nach einer möglichen weiteren Erholung Richtung Süden fortsetzt, darf angesichts des sich eher schwächer präsentierenden Dow Jones-Indexes bezweifelt werden.
Bestehende im 10.00er Bereich eingegangene antizyklische Shortpositionen bleiben haltenswert. Über Teilgewinnsicherungen (TGS) - so noch nicht geschehen - im Bereich der Ausbruchsmarken bei 9815/-19//9750 Punkten sollte nachgedacht werden.
Auch an den internationalen Finanzmärkten gilt: Ohne Fleiß, kein Preis
Die folgenden Empfehlungen mögen Ihnen helfen, sich in die Grundlagen der Technischen Analyse und speziell der Elliott-Wellen-Theorie einzuarbeiten.
Technische Analyse - Grundlagen
John Murphy
Technische Analyse der Finanzmärkte: Grundlagen, Strategien, Methoden, Anwendungen. Inkl. Workbook
Umfangreiches Grundlagen und Nachschlagewerk des renommierten Finanzmarktexperten John J. Murphy
Elliott Wellen Theorie
Die Elliott Wellen Theorie wurde in den dreissiger-vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Ralph N. Nelson entwickelt. Eine kurze Einführung finden Sie hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Ralph_Nelson_Elliott
Zur näheren Einarbeitung empfehlen sich folgende Bücher:
Elliott-Wave-Finanzmarktanalyse
Kurse erfolgreich prognostizieren
Werner H. Heussinger
Verständliche und "verdaulich geschriebene" Einführung.
The Elliott Wave Principle
Frost and Prechter
Erstauflage 1978 und damit ein Werk aus "analogen Zeiten". Dafür mit vielen wichtigen Hinweisen für den in der Elliott-Wellen-Theorie so wichtigen "Right Look".
R.N. Elliott - Nature's law
Gesammelte Schriften vom Founder persönlich
Elliott-Wellen leicht verständlich
A. Tiedje
Weniger eine leicht verständliche Einführung für Anfänger, wie der Titel suggeriert, dafür als Nachschlagewerk für "Fortgeschrittene" geeignet.
Ein bissl Geschichte.. https://www.youtube.com/watch?v=Rb-QI9xxH4k
(Video aus 2016)
Aber auch Einordnung des Wave Principles.. Stichworte: Holy Grail vs. Actionable Roadmap, Personal Bias (persönliche Sichtweise - selektive Wahrnehmung, Kippfiguren) beeinflusst auch, welchen Count der Analyst "sieht".
Darüberhinaus belegt die Geschichte, d.h. der zeitliche Abstand, dass Counts immer wieder angepasst werden müssen, wobei oftmals nur Schneisen und Haken eingefügt werden müssen, nicht jedoch ein ganz neuer Count. Obwohl natürlich auch das vorkommt.
Für den Anfänger sei angemerkt:
Die präzisesten und reliabelsten Counts finden sich bei den Zahlen; alles, was Buchstaben trägt, hat geringere Trefferquoten.
Minute: 27 - Ultralange USD-Index-Geschichte
Vom Ursprung 1598 über Bürgerkrieg-Rückrechnungen bis "nowadays"
EUR/USD auf 2,10?
Minute 43: Ultralanger Dow-Chart
Wenn W5>W3, nimmt man inverse Relation zur Kurszielermittlung, d.h. 161,8%..statt der üblichen 38,6 oder 61,8 Extension.
Bryce Gilmore
Geometry of Markets Vol. 2
Price Action Manual
Dynamic Time and Price Analysis of Market Trends
Trading to win
11.07.2014 Rums - das hat erst einmal gesessen
400 Punkte Wochenverlust im Dax
Rückblick und Ausblick:
In der vergangenen "roten" Handelswoche hat der deutsche Aktienmarkt deutlich an Kaufinteresse eingebüßt. Auch der Dow Jones hat verloren, jedoch ist jenseits des Atlantik noch deutliche Gegenwehr der bullisch eingestellten Marktteilnehmer zu verspüren.
Für den Dax heisst dies für die kommende(n) Woche(n): Ein Test des Aufwärtstrends bei ca. 9550 - nach durchaus möglicher, aber nicht notwendiger Erholung zu Wochenanfang - erscheint durchaus wahrscheinlich. Sollte der Aufwärtstrend unter Druck geraten, wird die Reaktion der Marktteilnehmer durchaus Aufschluss über die aktuelle Gemengelage gebe. Rutscht der Dax unter 9550 sofort weiter, kann es auch bis 9000 gehen.
Aktuell liegt der Dax auf gleichem Niveau wie zu Jahresanfang, der Dow notiert knapp 2% darüber - bisher kein allzu erfreuliches Ergebnis für Indexanleger.
Die aktuellen charttechnischen und wellentechnischen Bezeichnungen finden Sie im beigefügten Tageschart des Dax-Futures (FDax).
Beigefügte Grafik zeigt DAS Basismuster der Elliott-Wellen-Theorie: den Impuls am Beispiel des Dow Jones vom gestrigen und heutigen Tage (21. und 22. Juli 1914).
Es handelt sich um einen 15-Minuten-Chart, d.h. jede Kerze gibt die Kursspanne von 15 Handelsminuten wieder.
Ein Impuls setzt sich aus 5 Unterwellen zusammen, die mit 1-2-3-4-5 gelabeled werden. Die Wellen 1, 3 und 5 sind jeweils 5-wellig, die Wellen 2 und 4 dreiwellig. Sie korrigieren die durch die Impulswellen1, 3 und 5 erreichte Bewegung.
Es gilt das Prinzip der Fraktale - wie im Chart zu sehen: die blauen Wellen 1-2-3-4-5 bilden einen Wellengrad höher die schwarze Welle 1. Auf allen Zeitebenen sind diese Wellenstrukturen zu finden. Vom Tickchart über den 1-Minutenchart bis zum Stunden-, Tages- oder Wochenchart.
Es gelten folgende Regeln:
Die Welle 3 darf niemals die kürzeste Welle sein.
Die Welle 4 schneidet niemals die Welle 1.
Keine Regel ohne Ausnahme:
Die Ausnahme bildet das eher seltene sog. Leading Diagonale Triangle. Hier schneidet die Welle 4 die Welle 1.
Ein LDT findet sich nur in der Impulswelle 1 oder in einer Welle a (dazu später mehr!)
Teil 2 beschäftigt sich mit den typischen Beziehungen der Impulswellen zueinander, die mit Hilfe sog. Fibonnacci-Tools bestimmt werden.
Alles böhmische Dörfer oder was?
Keine Angst: Wir werden Sie mit vielen weiteren Beispielen aus dem aktuellen Börsengeschehen "erfreuen" - und Fragen hierzu bitte jederzeit im aktuellen Tages-Thread ab 1. August.
Geschrieben von: Inge - 07.01.2015, 21:56 - Forum: Dow Jones
- Keine Antworten
Börse New York
Dow Jones erreicht Kursziel
Gewinnmitnahme - + 700 Pkte
Heute erreicht der Dow Jones das in unserer Analyse vom 22.7. vorgestellte Szenario mit einem Mindestkursziel von 16.368 Punkten.
Wir nehmen Gewinne mit und bleiben erst einmal an der Seitenlinie.
Eine Gegenbewegung sollte jetzt folgen. Die Auswertung der Strukturen wird zeigen, ob die Abwärtsbewegung bereits abgeschlossen ist oder erst der 1. Teil einer grösseren Korrektur ist. In letzterem Fall werden wir nach einem erneuten Shorteinstieg Ausschau halten.
Sie haben Fragen zu unseren Analysen oder möchten über eine Umsetzung sprechen?
Sie erreichen uns gerne hier im Traders' Forum.
Standortbestimmung deutscher Aktienmarkt -
Abverkauf legt nach 1153 Punkten Pause ein
Nach beeindruckenden 1153 Punkten Kursverlust erreichte der Dax am vergangenen Freitag ein sog. Unterstützungscluster und vollzieht seitdem eine mehrtägige Stabilisierung.
Im Dow Jones konnte dieses Szenario sehr schön prognostiziert und tradetechnisch umgesetzt werden. Allerdings schlugen die Kursabgaben an der NYSE nur mit 4,8% im Dow vs. 11,5% im Dax zubuche, so dass hier von einer deutlichen Underperformance am deutschen Aktienmarkt zu sprechen ist.
War dieser Umkehrpunkt Zufall?
Viele Artikel, Streitgespräche und ganze Bücher sind dem Thema Zufälligkeit vs. Prognostizierbarkeit von Aktienmarktkursen gewidmet.
Wir gehen jetzt einfach jenseits aller grundsätzlichen Dinge streng empririsch vor und untersuchen den Wendebereich, an dem - wie oben erwähnt – ein sog. Unterstützungscluster vorliegt, d.h. Mehrere charttechnische - bzw. Elliott-Wellen-Parameter vorliegen (S. beigefügten Tageschart des Dax-Futures):
Diese sind;
1. das Frühjahrstief bei 8953 Punkten. (→ Solche Marken werden immer zumindest leicht unterschritten, um Stopp-Loss-Orders „abzugreifen“.)
2. Das 261,8% Fibonnacci-Expansionsziel – gemessen vom Ende der ersten Abwärtsstrecke bei 9620 Punkten. Dieses Expansionsziel zeigt häufig das (vorläufige) Ende einer starken Trendbewegung an und ist ein wichtiger Parameter für Gewinnmitnahmen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Fibonacci-Folge)
3. Der Aufwärtstrend im Tageschart (s. Chartbild 2)
Solche Cluster sind nicht zu verwechseln mit dem berühmten „Never catch a falling knife“, wo allein aufgrund der Tatsache, dass ein Basiswert (Index, Aktie, whatever) sehr stark an Wert verloren hat, eine Position an beliebiger Stelle aufgenommen wird.
By the way:
Erfahrene Trader nehmen an solchen Unterstützungs-Clustern Gegenpositionen ein, bringen den Stopp-Loss schnell auf Einstand und freuen sich bei Null-Punkten-Risiko jetzt bereits wieder über 200 Punkte Kursgewinn auf der Longseite.
Alle anderen Trader verbleiben erst einmal an der Seitenlinie. Ein Neueinstieg bietet sich momentan nicht an.
Wie sehen die nächsten Handelswochen aus?
Nach der überaus strammen Abverkaufsstrecke wird vor allem aus zeitlicher Sicht davon ausgegangen, dass sich die begonnene Erholung fortsetzt. Ob der bisherige Abverkauf aus Sicht der Elliott-Wellen bereits das komplette Ende der Korrektur als C, die a einer y oder x2 oder auch die 1 einer grossen C, die einen neuen Bärenmarkt einleitet, darstellt, verraten uns hoffentlich die Strukturen der eingeleiteten Gegenbewegung. Aus preislicher Sicht werden vorerst mögliche Ziele im Bereich von 9260/70, 9300 bis 9400 angenommen. Diese können, müssen aber nicht erreicht werden.
Denken Sie immer daran, an der Börse handeln wir mit Wahrscheinlichkeiten. Das Nichteintreffen einer Prognose muss stets einkalkuliert werden. Überlebenswichtig ist das Einhalten eines vernünftigen Money-Managements, das durch feste Regeln einen möglichen Verlust begrenzt und Sie im Spiel hält.
Dax - Gewinnmitnahme + 380 Punkte
Mustertrade für erfahrene Trader// Beitrag vom 13.08.2014
Alternativ: Teilgewinnsicherung oder Trailing Stopp
Der im Beitrag vom 13.08.2014 bewusst retrspektiv vorgestellte Mustertrade für erfahrene Trader kann jetzt im genannten Zielbereich von 9.300 FDax-Punkten geschlossen werden.
Alternativ erfolgt eine Teilgewinnsicherung und der Stopp für die Restposition wird unter das letzte Tief im Tageschart bei 9.141 Punkten nachgezogen.
Dieser Beitrag soll einfach nur verdeutlichen, wie nach gründlicher Chartanalyse/EW-Analyse mit konsequent begrenztem Risiko kontinuierlich Gewinne eingefahren werden können.
Szenarien - wie das vorgestellte mit dreifacher Unterstützung, einem sog. Cluster - wiederholen sich an der Börse immer wieder.
In diesem Forum haben sie die Möglichkeit, sich nach und nach in das anfangs sehr komplex und undurchschaubar erscheinende Börsengeschehen einzuarbeiten. Im Laufe der Zeit werden Sie lernen, selbständig Szenarien zu erstellen und daraus resultierende Trading-Setups für sich gewinnbringend umzusetzen.
Wie geht es weiter?
Die Gewinnmitnahme erfolgte im Bereich einer möglichen 4 oder a einer b. Sie bedeutet nicht, dass der Dax nicht auch direkt weiter steigen kann oder sofort seinen Abwärtstrend wieder aufnimmt.
Sie bedeutet vielmehr, dass sich ein erfahrener Trader durchaus gerne mit diesem stattlichen Häppchen zufrieden gibt.
Zu den nächsten Handelstagen:
Der in Kürze zu erwartende Rücksetzer wird weiteren Aufschluss über den aktuell zu präferierenden Wellencount geben. Erfolgen die Abgaben in Form eines dreiwelligen a-b-c, so wird einer Ausdehnung der Erholung in Form einer Welle c der Welle b gerechnet. Zeigt sich jedoch eine 5-wellige Abwärtsbewegung, sind neue Verlaufstiefs zu erwarten.